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Möbeltresor



Möbeltresore schützen – und schrecken ab!
Die Uhr zeigt 1 Uhr – Mitternacht. Quietschend geht die Eingangstür auf. Eine dunkle Gestalt tritt hindurch und blickt sich hastig um, während sie durch die untere Etage schleicht. Im Schein der Taschenlampe entdeckt sie schnell die Haushaltskasse und einen Laptop. Mit blitzschnellen Bewegungen greift sie zu und verschwindet genauso schnell, wie sie gekommen ist.

Horrorszenarien wie dieses passieren ständig und überall, egal ob am Tag oder in der Nacht. Jährlich verzeichnen die Strafverfolgungsbehörden über 145 000 gemeldete Einbrüche, Tendenz steigend. Grund genug, sich nach Sicherheitseinrichtungen für das eigene Heim zu kümmern. Und was liegt da näher, als die Anschaffung eines Möbeltresores?

Möbeltresore richten sich in erster Linie an Privatleute, die ihr Hab und Gut schützen wollen, sowie an Kleinunternehmer mit einem überschaubaren Gewerbe. Bereits das geringere Fassungsvolumen als bei einem großen Tresor grenzt die Anwendungsgebiete ein, bringt aber auch Vorteile bei der Montage und dem Einbau mit sich. So lassen sich Möbeltresore gut im Kleiderschrank verbauen und auch eine Wand- oder Boden-Montage ist generell möglich, solange Spezialdübel verwendet werden.

Als oberste Regel gilt: Sicher ist nur, was fachgerecht verschraubt wurde. In allen anderen Fällen werden den Möbeltresoren ihre geringen Abmaße sonst zum Verhängnis. Als Bohrmaterial – also als Untergrund für die Montage – eignen sich Beton und Kalk-Sand. Nimmt man einige Abstriche in Kauf, ist auch grundsätzlich nichts gegen eine Verankerung im Ziegelsteingemäuer einzuwenden.

Um die mitgelieferten Metalldübel sicher in der Wand zu versenken, ist es empfehlenswert, zur Montage einen Drehbohrer zu verwenden. Denn: Kommt ein Schlagbohrer zum Einsatz, wird die Wabenkonstruktion der vorgesehenen Tresorverankerung beschädigt. Sind die Dübel einmal im Mauerwerk platziert, werden die Schrauben durch die Rückwand und/oder den Boden des Tresors geschraubt und so mit den Dübeln vereint. Eine einfache Entwendung des Tresors ist ab jetzt ausgeschlossen.

Sicher haben auch Sie schon bemerkt, dass man Tresore nach verschiedenen Widerstandsklassen und somit nach deren Sicherheit zertifiziert. Im Folgenden nun ein kurzer Überblick über die relevanten Stufen. Doch vorab ein Tipp: Immer wieder ist von Sicherheitsstufe A und B die Rede. Doch lassen Sie sich nicht beirren, denn eine solche Klassifizierung ist schon seit über zehn Jahren nicht mehr existent. Stattdessen setzt man auf die nachfolgenden Klassifizierungen der VdS. Dahinter sind die maximalen Versicherungswerte aufgeführt, in Klammern der Verwendungszweck.

Klasse 0 ——————- 10 000 € (gewerblich) & 40 000 € (privat)
Klasse 1 ——————- 20 000 € (gewerblich) & 65 000 € (privat)
Klasse 2 ——————- 50 000 € (gewerblich) & 100 000 € (privat)

Sie sehen: Das Thema ist weitreichend und nicht in 5 Minuten abgearbeitet, denn ein Möbeltresor ist eine Anschaffung für das Leben und die eigene Sicherheit. Doch einmal richtig eingesetzt und fest montiert, bietet er langen Komfort und Schutz und sorgt für ein beruhigteres Gewissen.